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Pressemitteilung

REKORDUMSATZ AN DEN TOP-5-BÜROVERMIETUNGSMÄRKTEN DEUTSCHLANDS

Auf dem deutschen Bürovermietungsmarkt wurden im vergangenen Jahr auf den fünf Topstandorten insgesamt über 3,6 Mio. m2 umgesetzt. Damit wurde abermals der höchste registrierte Flächenumsatz seit Aufzeichnungsbeginn erzielt, der 14% über dem letztjährigen Rekord lag. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Analyse des globalen Immobiliendienstleisters CBRE.

München und Berlin knapp unter 1 Mio. m2
Unter den Topstandorten erzielte München mit 982.600 m2 das zweitbeste Ergebnis seit Aufzeichnungsbeginn im Jahre 2000 und verpasste knapp die Eine-Million-Marke. Berlin konnte mit 925.500 m2 das letztjährige Rekordergebnis um 4% toppen, gefolgt von Frankfurt mit 716.600 m2 (plus 31%) und Hamburg mit 640.000 m2 (plus 16%). Nur Düsseldorf blieb mit einem Jahresendergebnis von 377.700 m2 um fast 8% hinter dem Vorjahr.

Der Anteil des TMT-Sektors (Telekommunikation, Medien und Technologie) lag konstant bei über einem Viertel (929.200 m2) und unterstreicht erneut die zunehmende Relevanz dieses Sektors. Berlin war mit einem Anteil von 41% am Gesamtumsatz (381.300 m2) führend. Vor allem der E-Commerce-Retailer Zalando hatte im Jahresverlauf immer wieder großflächige Anmietungen in Projektentwicklungen abgeschlossen. Auch in München machte der TMT-Sektor im vergangenen Jahr rund 26% des Gesamtumsatzes aus.

Flexible Offices gewinnen rasant an Bedeutung
Der breite Markt der Flexible Offices kristallisiert sich immer mehr als wichtiger Wachstumsmarkt heraus. Hierunter fallen Serviced-Office-Konzepte, die klassischen Bürostrukturen sehr ähnlich sind, aber auch Coworking Spaces, die auf Synergieeffekte setzen, die durch räumliche Nähe ähnlicher Unternehmen entstehen. Der Marktanteil der Flexible-Office-Transaktionen am Gesamtumsatz des Mietmarktes legte 2017 gegenüber dem Vorjahr um 5 Prozentpunkte auf 7% zu. Spitzenreiter war mit über 8% der Berliner Markt, gefolgt von Hamburg (7%), München (5%) sowie Düsseldorf und Frankfurt mit jeweils 4%. In besten Innenstadtlagen werden vermehrt großflächige Anmietungen zu Spitzenpreisen getätigt, die in direkter Konkurrenz zu den klassischen Nutzern der ohnehin raren Premiumflächen stehen. In den Premiumlagen der Münchner Innenstadt hatten Flexible-Office-Anmietungen sogar einen Marktanteil von 34%, in der Hamburger City einen Anteil von 19%.

Mit einem Umsatzanteil von insgesamt fast 13% (480.600 m2) war die Industrie- und Baubranche ein weiterer Umsatztreiber. Hierfür zeichnete maßgeblich der Münchner Markt verantwortlich, in dem BMW im Jahresverlauf über 170.000 m2 umsetzte. Die Öffentliche Hand kommt mit 343.600 m2 auf einen Umsatzanteil von über 9%, darunter die großflächigen Anmietungen des Bundeskriminalamts in Berlin Mediaspree und der Deutschen Bundesbank im FBC in Frankfurts Bankenlage.

Hohe Nachfrage und geringe Fertigstellungen lassen Leerstände sinken
Der Leerstandsabbau schreitet in allen Topstandorten weiter voran und verschärft sich vor allem in Berlin und München, wo in zentralen Lagen von einer Vollvermietung gesprochen werden kann. Im Jahresverlauf sank die Leerstandsrate in Berlin um 1,8 Prozentpunkte auf einen neuen Tiefststand von 3,1%, bezogen auf das gesamte Marktgebiet. Auch in München ging die Leerstandsrate um 1,1 Prozentpunkte ebenfalls auf 3,1% und damit auf ein 15-Jahres-Tief für den Gesamtmarkt zurück. In Hamburg lag die Leerstandsrate zum Jahresende bei 4,8% (minus 0,5 Prozentpunkte).

Im gesamten Jahr 2017 sind 794.100 m2 neue beziehungsweise kernsanierte und damit modernisierte Flächen fertiggestellt worden, was einen Rückgang um fast 24% bedeutet. Den größten Flächenzuwachs verzeichnete München mit 238.200 m2 (plus 53%) und auch in Düsseldorf wurden mit 109.300 m2 79% mehr fertiggestellt, als noch vor einem Jahr. In allen anderen Standorten gingen die Fertigstellungsvolumina im Vorjahresvergleich um 46% (Berlin und Hamburg) sowie 43% (Frankfurt) zurück.

Berliner Spitzenmieten steigen um 9%
Das knappe Angebot sorgt bei entsprechend hoher Nachfrage für steigende Mieten. Dementsprechend stehen die Mietpreise in allen Topstandorten weiterhin unter Druck, vor allem in den Märkten mit geringem Leerstand äußert sich das in einem starken Mietpreisanstieg. Den im Vorjahresvergleich stärksten Anstieg der nachhaltig realisierbaren Spitzenmiete verzeichnete Berlin. Hier wurden für Premiumflächen in Toplagen EUR 30/m2/Monat aufgerufen, ein Plus von 9%. Doch auch die angespannte Angebotssituation des Münchner Büromarktes ließ die Spitzenmiete um über 4% auf EUR 36,50/m2 steigen. Die höchste Spitzenmiete verzeichnete die Bankenmetropole Frankfurt mit nunmehr EUR 40,00/m2 (plus 1,3%). Aber auch in Düsseldorf und Hamburg stiegen die Spitzenmieten um jeweils fast 2% auf EUR 27,00/m2 bzw. 26,50/m2.

Ausblick: Sehr gutes Vermietungsjahr 2018 zeichnet sich ab – Mieten steigen aufgrund der Flächenverknappung weiter
Die Experten erwarten für 2018 eine Normalisierung der Vermietungsmärkte auf hohem Niveau. Eine Umsatzleistung von erneut über 3,2 Mio. m2 in den Top-5-Märkten erscheint insgesamt realistisch. Ein neues Rekordergebnis ist indes unwahrscheinlich, da dem Flächenbedarf nach Büroraum gerade bei größeren Gesuchen aufgrund des niedrigen Leerstandes derzeit nicht immer entsprochen werden kann.

Steigende Bürobeschäftigtenzahlen untermauern auch mittelfristig die Nachfragedynamik an den Büromärkten der deutschen Metropolen. Die Experten von CBRE erwarten bis 2022 im Mittel der Top-5-Märkte einen jährlichen Zuwachs bei den Beschäftigtenzahlen von ca. 1,5%.

Über CBRE
CBRE Group (New York Stock Exchange: CBG) rangiert im Fortune 500 und S&P 500 Aktienindex und ist das weltweit führende Unternehmen für Gewerbeimmobilien (Basis: Umsatz 2016). Das in Los Angeles ansässige Unternehmen mit mehr als 75.000 Mitarbeitern in über 450 Büros weltweit (exkl. Zweigstellen und Partnerbüros) arbeitet für Immobilieneigentümer, Investoren und Mieter auf der ganzen Welt. Strategische Beratung, Immobilienvermietung und verkauf gehören ebenso zum Portfolio wie Immobilien , Facility und Projektmanagement. Corporate Services, Finanzierung, Investment Management, Evaluierung und Bewertungen, Research sowie Investment Strategien und Consulting runden das Angebot ab. CBRE ist in Österreich seit 1991 mit Firmensitz in Wien vertreten. Weitere Informationen unter www.cbre.com bzw. www.cbre.at
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Veröffentlicht am: 12 01 2018

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